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Wird meine Firma in KI-Suchen gefunden? Selbsttest in 15 Minuten
Verfasst von Justas Butkus · Zuletzt aktualisiert am 2. Mai 2026 · 7 Min Lesezeit
In 15 Minuten und mit einer einzigen Tabelle prüfen Sie selbst, ob ChatGPT, Gemini, Perplexity, Claude und Google AI Overviews Ihre Marke nennen, wenn potenzielle Kunden in Ihrer Branche suchen. Der Test ist kostenlos, braucht keine Tools und liefert einen ersten Hinweis darauf, ob Ihre KI-Sichtbarkeit Handlungsbedarf hat.
Schritt 1: Zehn kaufrelevante Anfragen formulieren
Stellen Sie sich vor, ein potenzieller Kunde tippt heute zum ersten Mal in ChatGPT. Welche Frage würde er stellen? Notieren Sie zehn Anfragen, alle in Frageform, alle ohne Ihren Markennamen. Beispiele: „Welche KI-Sprachagent-Anbieter gibt es in Deutschland?", „Was kostet eine virtuelle Telefonzentrale 2026?", „Wer ist Marktführer für Sprach-KI in der DACH-Region?".
Schritt 2: Inkognito-Browser öffnen
Ohne Inkognito-Modus personalisieren ChatGPT, Gemini und Perplexity die Antwort. Das verzerrt das Ergebnis. Öffnen Sie den Browser im privaten Modus und melden Sie sich nicht in den KI-Diensten an, sofern möglich.
Schritt 3: Tabelle anlegen
Eine einfache Tabelle reicht. Zehn Zeilen für die Anfragen, fünf Spalten für ChatGPT, Gemini, Perplexity, Claude und Google AI Overviews. In jede Zelle schreiben Sie „Ja" wenn Ihre Marke in der Antwort vorkommt, „Nein" wenn nicht. Das ergibt 50 Datenpunkte.
Schritt 4: Anfragen stellen und Antworten dokumentieren
Pro KI-System eine Anfrage stellen. Antworten ganz lesen, weil Ihre Marke teils erst in der Mitte oder am Ende erscheint. Bildschirmfoto pro Anfrage anfertigen, falls Sie das Ergebnis später diskutieren wollen. Pro System rechnen Sie etwa 1,5 Minuten, insgesamt 75 Minuten für alle fünf Systeme bei zehn Anfragen.
Schritt 5: Trefferquote berechnen
Zählen Sie die „Ja"-Felder. Bei 50 Datenpunkten und drei „Ja"-Treffern ergibt sich eine Trefferquote von 6 Prozent. Bei 25 „Ja"-Treffern wären es 50 Prozent. Notieren Sie zusätzlich, in welchen Systemen Sie häufiger genannt werden - das zeigt Ihre Stärken und Schwächen pro Plattform.
Was sagt die Trefferquote aus?
Unter 10 Prozent: Ihre Marke ist in KI-Antworten weitgehend unsichtbar, Handlungsbedarf hoch. 10 bis 30 Prozent: erste Sichtbarkeit, Hebel auf Schema.org, llms.txt und AuthorCard. 30 bis 50 Prozent: gute Ausgangslage, Optimierung auf gezielte Anfrage-Cluster. Über 50 Prozent: starke Sichtbarkeit, Halten und Mitbewerber-Beobachtung.
Schritt 6: Mitbewerber-Vergleich
Notieren Sie pro Anfrage, welche Mitbewerber zitiert werden. Drei bis fünf Marken erscheinen typischerweise pro Antwort. Wenn dieselben Mitbewerber wiederholt auftauchen und Sie nicht, haben diese Mitbewerber eine systematische Sichtbarkeits-Vorteilung, die Sie analysieren sollten.
Schritt 7: Trends über Zeit beobachten
Wiederholen Sie den Test monatlich am gleichen Tag, mit denselben Anfragen. Ein einzelner Test ist eine Momentaufnahme, drei aufeinanderfolgende Monate zeigen den Trend. Eine Steigerung von 10 auf 30 Prozent in 90 Tagen ist ein realistisches Ziel.
Was sollten Sie als Nächstes tun?
Wenn der Selbsttest Lücken zeigt, brauchen Sie einen tieferen Befund. Unser kostenloser KI-Sichtbarkeits-Audit testet 15 bis 20 branchenspezifische Anfragen, dokumentiert per Bildschirmfoto und liefert einen 90-Tage-Plan zum Aufholen. Lesen Sie auch den Pillar-Leitfaden zu KI SEO, GEO und AEO.